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Google-Unternehmensprofil einrichten

So richten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil richtig ein: Kategorie, Einzugsgebiet, Bestätigung, Bewertungen.

4. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit · Leo Nikolaus Reitbauer

Google-Unternehmensprofil einrichten: So findet man Ihren Betrieb auf Google Maps

Kurz gesagt: Das Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) ist kostenlos und entscheidet mit, ob Ihr Betrieb bei einer Suche wie „Installateur Amstetten“ in der Karte ganz oben erscheint. Google reiht lokale Treffer nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Auf zwei davon haben Sie direkten Einfluss: mit vollständigen, korrekten Angaben und mit echten Bewertungen Ihrer Kundschaft.

Stand: 4. Oktober 2026

Warum das Profil oft vor der Website gesehen wird

Wer am Handy nach einem Betrieb in der Nähe sucht, sieht zuerst die Karte mit ein paar Einträgen: Telefonnummer, Öffnungszeiten, Sterne, Route. Viele rufen direkt von dort an, ohne je eine Website zu öffnen. Ein lückenhaftes oder fehlendes Profil kostet also Anfragen, bevor überhaupt jemand Ihre Seite sieht.

Dazu kommt eine Neuerung: Den früheren Bereich „Fragen und Antworten“ hat Google Ende 2025 eingestellt. Fragen zu Ihrem Betrieb beantwortet Google seither zunehmend per KI, gespeist aus Ihren Profilangaben, Ihren Bewertungen und Ihrer Website. Was dort nicht steht, kann Google auch nicht richtig wiedergeben.

In 8 Schritten zum vollständigen Profil

1. Erst nachsehen, ob es Sie schon gibt

Suchen Sie Ihren Firmennamen in Google Maps. Oft existiert bereits ein Eintrag, den Kundschaft oder Google selbst angelegt hat. Den beanspruchen Sie über „Inhaber dieses Unternehmens?“, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge verwirren Kunden und widersprechen den Google-Richtlinien.

2. Der Name: genau so wie am Firmenschild

Verwenden Sie den Namen, den Ihr Betrieb auch auf Schild, Briefpapier und Website trägt. Zusätze wie „Tischlerei Huber – Küchen günstig Amstetten“ verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperre des Profils führen.

3. Die Hauptkategorie präzise wählen

Die erste Kategorie gilt als Hauptkategorie und wiegt am schwersten. Nehmen Sie die genaueste, die es gibt: „Elektriker“ statt „Dienstleister“. Zusätzlich sind bis zu neun weitere Kategorien möglich, aber nur für Leistungen, die Sie wirklich regelmäßig anbieten. Kategorien als Keyword-Sammlung zu verwenden, wertet Google als Spam.

4. Adresse oder Einzugsgebiet

Empfangen Sie Kundschaft vor Ort (Geschäft, Gasthaus, Praxis), geben Sie die vollständige Adresse an. Fahren Sie zu Ihren Kunden oder arbeiten Sie ohne Kundenverkehr (Handwerk, mobile Dienste, Büro zu Hause), blenden Sie die Adresse aus und tragen stattdessen Ihr Einzugsgebiet ein, etwa Amstetten, Waidhofen an der Ybbs und Melk. Eine sichtbare Adresse, an der niemand empfangen wird, widerspricht den Richtlinien.

5. Das Profil bestätigen

Erst nach der Bestätigung können Sie das Profil vollständig verwalten. Welche Methode Ihnen angeboten wird, etwa Anruf, SMS, E-Mail oder Video, legt Google fest; aussuchen können Sie sie nicht. Kommt die Videobestätigung, gilt: live über das Handy aufnehmen, in einem Stück, ungeschnitten, mindestens 30 Sekunden lang. Überlegen Sie vorher, was Sie zeigen: Firmenschild oder Eingang, Werkzeug und Arbeitsplatz, ein beschriftetes Fahrzeug, ein Dokument mit Ihrem Firmennamen.

6. Alles ausfüllen, was es gibt

Je vollständiger Ihre Angaben, desto besser kann Google Ihren Betrieb den passenden Suchen zuordnen. Das heißt:

Leistungen mit kurzer Beschreibung, wo sinnvoll mit Preisrahmen
Öffnungszeiten, auch an Feiertagen und im Betriebsurlaub
Telefonnummer und Link zu Ihrer Website
eine Beschreibung in Ihren eigenen Worten: was Sie machen, für wen, wo
echte Fotos: Team, Werkstatt, Lokal, fertige Arbeiten. Stockfotos wirken austauschbar.
7. Um Bewertungen bitten, aber richtig

Laut Google können mehr gute Bewertungen das lokale Ranking verbessern. Bitten Sie zufriedene Kundinnen und Kunden darum, am besten gleich nach Abschluss des Auftrags, mit Link oder QR-Code auf der Rechnung.

Tabu sind Gegenleistungen. Ein Rabatt, ein Gutschein oder eine Gewinnspiel-Teilnahme für eine Bewertung ist nach den Google-Richtlinien verboten, auch wenn Sie keine positive Bewertung verlangen. Ebenfalls unzulässig sind Bewertungen von Mitarbeitenden, Familie oder dem Inhaber selbst.

Beantworten Sie jede Bewertung, auch die kurzen und die kritischen: sachlich, freundlich, persönlich. Das liest nicht nur der Bewertende, sondern jeder, der Ihr Profil anschaut.

8. Dranbleiben

Ein Profil ist kein einmaliger Eintrag. Halten Sie die Öffnungszeiten aktuell, laden Sie ab und zu neue Fotos hoch und veröffentlichen Sie gelegentlich einen Beitrag, etwa zu einem neuen Angebot oder einem fertigen Projekt. Und weil der Fragen-Bereich weg ist: Beantworten Sie die Fragen, die Sie am Telefon ständig hören, auf Ihrer Website.

Die häufigsten Fehler

Fehler Folge
Ortsnamen oder Werbung im Firmennamen Richtlinienverstoß, Profil kann gesperrt werden
Zu allgemeine Hauptkategorie Sie erscheinen bei passenden Suchen seltener
Privatadresse sichtbar, obwohl dort niemand empfangen wird Richtlinienverstoß
Gutschein oder Rabatt für Bewertungen Verboten, Bewertungen können entfernt werden
Andere Telefonnummer oder Adresse als auf der Website Widersprüchliche Angaben für Google und Kunden
Bewertungen bleiben unbeantwortet Wirkt, als würde sich niemand kümmern
Profil und Website gehören zusammen

Das Profil bringt den ersten Kontakt, die Website entscheidet oft über die Anfrage. Wer vom Profil auf eine langsame, am Handy schlecht lesbare Seite kommt, ist schnell wieder weg. Achten Sie darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich lauten und dass Ihre Website die Fragen beantwortet, die Kunden vor dem Anruf haben.

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Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas? Nein. Anlegen, Bestätigen und Pflegen sind kostenlos. Ein besseres Ranking kann man bei Google auch nicht kaufen.

Brauche ich ein Geschäftslokal für ein Profil? Nein. Wer zu den Kunden fährt oder keinen Kundenverkehr hat, blendet die Adresse aus und gibt ein Einzugsgebiet an.

Darf ich Kunden um eine Google-Bewertung bitten? Ja. Verboten sind nur Gegenleistungen wie Rabatte, Gutscheine oder Gewinnspiele für die Bewertung.

Wo sind die Fragen und Antworten in meinem Profil hin? Google hat diesen Bereich Ende 2025 eingestellt. Fragen beantwortet Google seither vermehrt per KI, auf Basis von Profil, Bewertungen und Website.

Kann ich mir die Bestätigungsmethode aussuchen? Nein. Google entscheidet, welche Methoden für Ihren Betrieb verfügbar sind. Bei der Videobestätigung muss das Video live, ungeschnitten und mindestens 30 Sekunden lang sein.

Quellen

Google: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern → https://support.google.com/business/answer/7091?hl=de 

Google: Unternehmensprofil bearbeiten → https://support.google.com/business/answer/3039617?hl=de Google: Richtlinien für die Präsentation → https://support.google.com/business/answer/3038177?hl=de 

Google: Unternehmensadresse verwalten → https://support.google.com/business/answer/2853879?hl=de Google: Unternehmen bestätigen → https://support.google.com/business/answer/7107242?hl=de 

Google: Unternehmen per Video bestätigen → https://support.google.com/business/answer/14271705?hl=de 

Google: Tipps für mehr Rezensionen → https://support.google.com/business/answer/3474122?hl=de anwalt.de: 

Googles Bewertungsrichtlinien 2025 → https://www.anwalt.de/rechtstipps/googles-neue-bewertungsrichtlinien-2025-was-unternehmen-jetzt-wissen-muessen-252281.html 

PPC Land: Einstellung der Q&A-Schnittstelle → https://ppc.land/google-discontinues-business-profile-q-a-api-effective-november-3/ 

Adatek: Was den Q&A-Bereich ersetzt hat → https://adatekagency.com/blog/google-business-profile-qa-removed/

Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden und von mir geprüft. Mehr dazu auf der Seite KI-Transparenz.

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